Soziale Projekte

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Wo und wie engagieren sich die Bahá‘í?

Die Bahá'í setzen sich weltweit für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Menschheit ein. Das Ziel ist der Aufbau einer friedlichen Weltgemeinde, die in ihrem grundlegenden Handeln und Denken global vereint ist, gleichzeitig aber auch ihre kulturelle Vielfalt weiterpflegt. Die Bahá'í-Gemeinde betrachtet die Welt als ein organisches Ganzes. Ihre Projekte sind meist Initiativen von Einzelnen oder kleinen Gruppen, die die Lebensbedingungen in ihren Städten oder Dörfern verändern wollen. Einige dieser Initiativen sind zu dauerhaften, großen regionalen Programmen gewachsen.

Bahá'í-Entwicklungsprojekte basieren auf der Überzeugung, dass Gerechtigkeit eine Hauptvoraussetzung für effektiven Fortschritt ist. Gerechtigkeit erfordert es, allen Menschen Zugang zu Wissen und Bildung zu ermöglichen. Deshalb fördern die Bahá'ì wissenschaftliche, künstlerische, technische, soziale, moralische und geistige Bildung.

Die Bandbreite der Projekte reicht von Dorfschulen bis hin zu Universitäten, von kleinen landwirtschaftlichen Dorfprojekten bis hin zu großen Umweltschutzprogrammen. Insgesamt rief die Bahá'í-Gemeinde innerhalb der letzten 10 Jahre mehr als 1500 Projekte ins Leben. Mehr als 600 Schulen wurden aufgebaut. 7 Radiostationen widmen sich der Weiterbildung, der Gesundheitsvorsorge und der Förderung landwirtschaftlicher Programme.  

Um nur einige Projekte exemplarisch zu nennen:

In Kolumbien wurde FUNDAEC (Fundación para la Aplicación y Ensenanza de las Ciencias) gegründet, eine Universität für integrale Entwicklung. Hier bilden sich Angehörige verschiedener Bevölkerungsgruppen in den Bereichen Landwirtschaft, Bildung und Erziehung, Technologie, Unternehmensgründung und institutionelle Entwicklung weiter. Mehr als 50.000 Studenten nehmen an dem Fernstudium teil. Jeder Teilnehmer wird befähigt, lokale Projekte in seinem Heimatdorf zu initiieren. Jeder Student wirkt nach dem Schneeballkonzept in seinem Dorf danach selbst als Lehrer.  

Das Barli Development Institut  in Indien fördert ein weiteres wichtiges Prinzip der Bahá'í-Religion: die Gleichberechtigung von Mann und Frau. 1985 gegründet, fördert das Institut Frauen in ländlichen Gegenden. Die Teilnehmerinnen werden in einem sechsmonatigen Programm in praktischen Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Nähen, wie auch in ethischen Werten unterrichtet. Von 1985 bis heute nahmen mehr als 200 Dörfer an diesem Projekt teil.  

Neben komplexen Projekten wie FUNDAEC oder dem Barli Institut engagieren sich die Bahá'í weltweit in zahlreichen lokalen Projekten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. So auch in der Banani International Secondary School in Sambia. Dieses Mädcheninternat wird u.a. auch von den deutschen Bahá'í gefördert: Es ist das Partnerprojekt des Bahá'í-Frauen-Forum e.V..  

Das People’s Theater aus Stadt und Kreis Offenbach hat sich zum Ziel gesetzt, Selbst- und Sozialkompetenzen bei Jugendlichen und Kindern zu fördern und somit einen Beitrag zur Gewaltprävention zu leisten sowie Integrationsprozesse anzustoßen.

Die Bahá'í-Gemeinde trägt mit ihren Entwicklungsprojekten zu geistigem und materiellem Fortschritt bei und arbeitet auf eine gerechtere Verteilung der weltweiten Ressourcen hin.